Protokoll der LAG Mitgliederversammlung vom 14.11.2017

14:00 – 16:30 Uhr
Hannover, Diakonie-Kolleg

Protokoll: Schwester Dr. M. Dorothea Rumpf, Vinzenz von Paul Schule, Duderstadt

TOP 1: Begrüßung und Protokoll
Frau Baden begrüßt die Anwesenden im Namen des Vorstandes und stellt die Gäste der Leuphana Universität vor sowie die damit einhergehende veränderte Tagesordnung. Das Protokoll der LAG-Mitgliederversammlung vom 21.03.2017 wird genehmigt.

TOP 2: „Mit Schule statt über Schule sprechen“
Die Fachgruppe LBS Sozialpädagogik und Prof. Dr. Michael Lichtblau von der Leuphana Universität Lüneburg haben über die am 07.02.2018 geplante Netzwerktagung „Mit Schule statt über Schule sprechen“ informiert, in der es um die Schulpraktika in den Studiengängen Berufliche Bildung in der Sozialpädagogik B.A. und Lehramt an Beruflichen Schulen Fachrichtung Sozialpädagogik M.Ed. gehen soll. Dabei wird es neben Vorträgen und Workshops auch Möglichkeit zum Austausch von Studierenden und Lehrkräften der Schulen geben. Eine Vorabinformation ist verteilt worden. Weitere Informationen folgen durch die Leuphana Universität Lüneburg und die Landesschulbehörde.

TOP 3: Nachwahl des Vorstandes
Wie schon in der Frühjahrsversammlung angekündigt stand Silvia Haag von der BBS Wilhelmshaven zur Wahl in den LAG-Vorstand. Sie wurde ohne Gegenstimmen und bei zwei Enthaltungen mit großer Mehrheit gewählt.

TOP 4: Bericht des Vorstandes
Der Vorstand hat sich seit Mai mehrmals getroffen. Dabei ging es vor allem um eine Auseinandersetzung mit den Ansichten der politischen Parteien zur Ausbildung an den Fachschulen und den gesellschaftlichen Anforderungen.
Dazu zählte auch ein Treffen im August d.J. mit Herrn Dünnewald und weiteren Vertreter*innen des MK, bei dem es auch um einen fachlichen Austausch bezüglich der Inhalte des Positionspapieres (s.u.) ging.

Im September hat der Vorstand an einer Veranstaltung von ver.di teilgenommen. Dabei ging es um den Fachkräftemangel in Kitas. Die Teilnehmenden der Veranstaltung waren Beschäftigte aus den Einrichtungen, Expert*innen aus der Praxis, Lehrkräfte der Fachschulen, Vertreter*innen der Träger, aus der Politik und aus der Wissenschaft. Inhaltlich zeichnete sich eine Akzeptanz und ein Konsens über die Ausbildung zum/r Erzieher/in nach dem niedersächsischen Modell ab.

Bei der Kuratoriumssitzung des nifbe wurde unter Beteiligung des LAG-Vorstandes (vertreten mit einem Sitz im Kuratorium des nifbe) ein neuer landesweiter Bildungsschwerpunkt ab 2018 festgelegt. Unter dem Titel „Vielfalt leben und erleben. Chancen und Herausforderungen der Heterogenität“ wird das nifbe pädagogische Fachkräfte in ihrem täglichen Umgang mit Vielfalt unterstützen.

TOP 5: Bericht aus der regionalen LAGs
Braunschweig: Austausch über Modularisierungserfahrungen speziell zum Reflexionsmodul; Nachwuchskräfteförderung; Entwicklung der Ausbildung zur/m sozialpädagogischen Assistent/in

Lüneburg: Reflexionsmodul; Ungleichgewicht zwischen Bewerber*innen für die BFS- und die FSP-Klassen

Nordwest: Praxismodul; neue strukturelle Ausbildungsideen

TOP 6: Nachrichten aus dem Kultusministerium zur Fachkräftegewinnung
Herr Dünnewald informiert über Entwicklungen bzw. Bestrebungen verschiedener Akteure zum Thema Fachkräftemangel. (Die Power-Point-Präsentation als Grundlage seiner Ausführungen stellt Herr Dünnewald zur Verfügung. Sie wird auf der Homepage der LAG veröffentlicht.) Trotz seit Jahren steigender Zahlen von Absolvent*innen an den Fachschulen ist der Bedarf an Fachkräften hoch. Vor allem von Seiten der Träger und Teilen der Politik wird der Ruf nach flexiblen Lösungen lauter. Herr Dünnewald stellt klar, dass Lösungen nach den Modellen Mecklenburg-Vorpommern oder Baden-Württemberg unwahrscheinlich für Niedersachsen sind. Beim Meck.-Pom.-Model ist eine Anerkennung durch die KMK höchstens auf dem Niveau einer/s sozialpädagogischen Assistent/in möglich (eher vergleichbar mit Kinderpflege).
Das PIA-Modell (Praxisintegrierte Erzieher/innen-Ausbildung) aus Baden-Württemberg ist auf der Ebene der Fachschule angesiedelt. Diese Form ist nur für ein ganz ausgewähltes Klientel und ist eine Teilzeitausbildung. Das Modell ähnelt bei näherer Betrachtung aber unserem System für Quereinsteiger.
Nach Einschätzung von Herrn Dünnewald wird die größte mögliche Veränderung die duale Ausbildung sein. Er hält das aber für sehr unwahrscheinlich, da er keine Vorteile erkennen kann. Eine Ausbildungsvergütung (auf freiwilliger Basis) ist auch heute schon möglich. Eine generelle Vergütung als Anreiz, um mehr (junge) Menschen an die Fachschulen zu holen, könnte kommen. Das würde aber nach den Berechnungen von Herrn Dünnewald 180 Mio. Euro kosten.
Für sehr realistisch hält Herr Dünnewald eine Zugangserleichterung in die FSP-Klassen. Dabei sind Berufsgruppen aus der Heilerziehungspflege, der Ergotherapie, der Logopädie oder der Krankenpflege im Fokus.
Außerdem können die Teilzeitmodelle in der FSP weiter ausgebaut werden. Dabei können Schüler*innen weiterhin in zwei Jahren (Vollzeit) die Ausbildung durchlaufen. In Teilzeit mit entsprechender Vergütung würde der Weg drei Jahre dauern.
Herr Dünnewald erinnert bei den anstehenden Diskussionen vor allem an die Qualität der Ausbildung. Er erinnert daran, dass auch die Fachschulen sehr für die jetzigen Anforderungen gekämpft haben. Daran soll nicht gerüttelt werden.

TOP 7: Positionspapier Fachkräftegewinnung
Das vom Vorstand entworfene Positionspapier wird grundsätzlich als positiv bewertet. Es gibt einige Verbesserungs- bzw. Änderungsvorschläge bezüglich ausreichender Planstellen für die Lehrkräfte, der Differenzierung der Aussagen zum Schulgeld und zum Quereinstieg, die der Vorstand in eine neue Version einbauen wird.
Aufgrund der aktuellen politischen Entwicklung wird ein offizielles Votum für das Positionspapier getroffen. Ohne Gegenstimmen (bei einer Enthaltung) wird der Vorstand gebeten, das Papier mit den besprochenen Veränderungen fertig zu stellen und in die entsprechenden Gremien einzubringen.
Der Vorstand bittet die Schulen, als Multiplikatoren des Positionspapiers zu wirken.

TOP 8: Verschiedenes

Die nächsten Termine für die LAG-Versammlungen 2018 stehen fest. Am 13.03.18 um 14:30 Uhr bis 16.30 Uhr und am 13.11.18 um 14:00 Uhr – 16.30 Uhr kommen wir wieder zusammen.

Gez. Schwester Dr. M. Dorothea Rumpf, Duderstadt

Protokoll als PDF zum Download.

Protokoll der LAG-Mitgliederversammlung vom 17.03.2015

Das Protokoll der Mitgliederversammlung liegt im pdf-Format vor und steht hier zum Download bereit:

2015-Protokoll-der-LAG-Mitgliederversammlung-vom-17032015


Anhänge:

Niedersächsisches Kultusministerium: Gleichwertiger Bildungsstand

2015-BG-Gesundheit-Sozialassistent

 

Niedersächsisches Kultusministerium: Ausbildungszuschuss für Schülerinnen und Schüler, die sich für eine Teilzeitausbildung zur Sozialassistentin/zum Sozialassistent mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik entscheiden (Quereinstieg)

20-02-2015-Endfassung-Infoschreiben-Traegerverbaende

 

Aktueller Arbeitsstand der neuen Rahmenrichtlinien (Modularisierung)

2015-Aktueller-Arbeitsstand-neuer-Rahmenrichtlinien

Protokoll der Mitgliedsversammlung vom 25. November 2014

Das Protokoll der Mitgliederversammlung liegt im pdf-Format vor und steht hier zum Download bereit:

2014-Protokoll-LAG-Sitzung-25112014

Vorträge zum Download:

Herr Hoops:
Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen

2014-Anhang-Protokoll-Inklusion-Hoops-MK-25112014

 

Silvia Schneider-Döring und Uwe Schmidt-Klie:
Innovationsvorhaben 2011-2013: Individuelle Förderung im Rahmen zieldifferenzierter Inklusion

2014-Anhang-Protokoll-BBS-Goslar-Baßgeige-Seesen-Innovationsvorhaben-Inklusion-25112014

 

Frau Jureczko:
ESF – Bundesmodellprogramm „Quereinstieg – Männer und Frauen in Kitas“

2014-Anhang-Protokoll-ESF-Quereinstieg-Maenner-und-Frauen-in-Kitas-25112014